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Dorotheen Apotheke Dierdorf
Dorotheen Apotheke Dierdorf.|.Apotheker Alexander Fischer MPharm (Hons)
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Zeckenbiss: worauf ist zu achten ?

In der warmen Jahreszeit drohen in besonderem Maße Gefahren durch Zeckenbiss. Bekannteste Risiken sind FSME und Borreliose, aber auch andere Infektionen z.B. durch Eitererreger.Ixodes hexagonus (aka) Besorgen Sie sich bei uns eine "Zeckenzange" oder "Zeckenkarte", die Ihnen beim sachgerechten Entfernen hilft. Kein Öl, kein Desinfektionsmittel (Alkohol, Wundbenzin u.a.m.) auf die Zecke, weil sonst die Zecke - falls noch nicht passiert - mit ganz großer Wahrscheinlichkeit Krankheitserreger in die Wunde einbringt. Die Zecke mit der "Zeckenkarte" herausziehen oder mit der "Zeckenzange" herausdrehen. Wenn sich die Wunde rötet, ist ein Arztbesuch angesagt. FSME und Lyme-Borreliose sind nicht leicht zu diagnostizieren.
Tipp: der entfernten Zecke sollten Sie eine "Feuerbestattung" gönnen! Zecken gehören zur Gattung der Spinnentiere und sind äußerst zäh. Eine weggeworfene Zecke wartet - auch monatelang - auf das nächste Opfer. Die hier abgebildete Zecke wurde mit einer Zeckenzange von unserem Königspudel Torres entfernt und kann nach der Feuerbestattung niemand mehr schaden.

Zecke und Zeckenzange Zecke - bereit zur Feuerbestattung Zecke - Feuerbestattung

Vorbeugung: nicht ohne "langes Beinkleid" in die Natur, weil Zecken häufig in ungemähten Gräsern auf ihre Opfer warten. Zecken haben einen hochentwickelten Sinn für "Körpertemparatur": wer schwitzt, ist besonders gefährdet. Der Zeckenbiss ist nicht zu spüren, da die Zecke die Hautstelle "örtlich betäubt", wenn sie zubeißt.

Manche Zecken übertragen den gefährlichen FSME-Virus, der zur Hirnhautentzündung führen kann. Gegen FSME kann man sich vorbeugend impfen lassen. Das ist vor allem ratsam, wenn man sich lange in Gebieten mit hoher Zeckenpopulation aufhält und die Zecken dort als Krankheitsüberträger gelten. Süddeutschland ist stärker befallen als Nord- und Ostdeutschland. In Apotheken, bei Gesundheitsämtern und Krankenkassen gibt es Karten, die diese Gebiete im In- und Ausland ausweisen. Ohne Schutzimpfung kann eine FSME-Erkrankung zu Hirnhaut- und Rückenmarksentzündungen führen. Bei richtiger Behandlung lassen sich diese Krankheiten oft lindern und sogar heilen. Eine einwandfreie Diagnose ist durch einen Bluttest möglich. Keinen Impfschutz gibt es dagegen vor der bakteriellen Borreliose, die ebenfalls von Zecken übertragen wird. Die Infizierten können an Sprachstörungen, Lähmungen, Gelenkschmerzen und geistiger Verwirrung leiden. Bei etwa der Hälfte der Borreliose-Infizierten bildet sich eine starke Hautrötung (Erythema migrans) um den Zeckenstich, aber auch an anderen Körperstellen, wie Rücken oder Brust, wo sich die Rötungen bogenförmig ausprägen. In den ersten Wochen nach der Infektion ist Borreliose mit Antibiotika ziemlich sicher heilbar. Allerdings werden die Symptome von Ärzten, die mit Borreliose keine Erfahrung haben, manchmal lange falsch behandelt. Wenn sich keine Rötungen nach einer Infektion zeigen, ist die Diagnose noch schwieriger. Auch hier schafft ein Bluttest Gewißheit.

Seit 2011 gibt es ein lokal wirksames Azithromycin-Gel (als Pflaster). Dies ist eine mögliche Alternative zu einer mehrwöchigen Antibiotika-Therapie.

Es gibt Borreliose-Selbsthilfegruppen, bei denen man sofort Ratschläge für eine schnelle Hilfe bekommen kann. Die Liga kann Ihnen auch Selbsthilfegruppen nennen, wo man mit Borreliose- und FSME-Kranken Erfahrungen austauschen können. Erster Ansprechpartner nach Auftreten einer Rötung bzw. verdächtigen Symptomen infolge eines Zeckenbisses ist Ihr Arzt.

Link:
bzk-online.de

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