Was Sie tun können: Man sollte sich für das Essen immer Zeit nehmen. Gut
kauen und keine anderen Tätigkeiten nebenher ausführen. Es sollten am besten fünf kleine Mahlzeiten am Tag eingenommen werden. Vor dem
Essen immer ein großes Glas Flüssigkeit trinken, das mindert den Appetit. Bei jeder Diät sollte man generell sehr viel trinken. Jede
Diät sollte von regelmäßiger, körperliche Betätigung begleitet werden.
Die einzig sinnvolle Diät besteht aus einer kalorienreduzierten Mischkost einer ausgewogenen Diät mit vielen frischen Produkten (z.B.
Brigitte-Diät). Einseitige Diäten (z.B. Reisdiät, Hollywooddiät) sind nicht zu empfehlen, da sie meist einen Mangel an bestimmten
Nährstoffen, Vitaminen oder Mineralstoffen erzeugen und nicht zu einer dauerhaften Umstellung der Ernährungsgewohnheiten führen.
Formuladiäten sind Pulver, Granulate oder Getränke mit einem genau definierten
Nährstoff-, Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Sie eignen sich nur für kurze Diäten um 2-3 Kilo abzunehmen oder um im Rahmen einer
Diät einige Mahlzeiten zu ersetzen.
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Diät-Fertiggerichte können ab und zu eine Mahlzeit ersetzen.
Abführmittel (z.B. mit Sennesblättern), Entwässerungsmittel (z.B. Algenextrakt, Birkenblätter, Ananas-Enzym) oder
Entschlackungstees (z.B. Sennesblätter und Birkenblätter) führen nur zu einer kurzfristigen, verstärkten Wasserausscheidung.
Dabei können auf Dauer wichtige Mineralstoffe verloren gehen. Außerdem führt die regelmäßige Einnahme von
Abführmitteln zu Darmträgheit. Eine echte Gewichtsreduzierung ist hier also nicht der Fall.
Appetitzügler mit chemischen Wirkstoffen wirken über das Gehirn appetitdämpfend. Wegen der Nebenwirkungen können viele Patienten
diese Medikamente nicht nehmen (z.B. steigt der Blutdruck bei Hypertonie an). Auch bei an sich gesunden Patienten können Nebenwirkungen
auftreten, häufig Nervosität.
Pflanzliche (z.B. Matetee) oder homöopathische Arzneimittel (z.B. Tropfen mit
Helianthus tuberosus) sollen ebenfalls den Appetit senken. - Sogenannte Fat-Blocker aus den USA enthalten keine grundsätzlich neuen Substanzen
zum Abnehmen, sondern hauptsächlich Vitamine.
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Fastenkuren empfehlen sich nur unter ärztlicher Aufsicht. Falsches Fasten oder Fasten bei bestehenden Grunderkrankungen kann gravierende Folgen
haben, z.B. Nierensteine, Herzschäden, Gichtanfälle usw. Auf jeden Fall müssen Sie bei einer Fastenkur mindestens 3 Liter täglich
trinken. Trotz etwa 400g Gewichtsverlust pro Tag gilt aber auch hier: dauerhafter Erfolg ist selten, wenn nicht gleichzeitig auf Dauer (!) die
Ernährung umgestellt wird.
Gemeinsam mit anderen abzunehmen (z.B. bei Weight Watchers) kann den Willen zur Gewichtsabnahme stärken.
Wichtig ist eine dauerhafte Umstellung der Ernährung, um Eßfehler in Zukunft zu vermeiden und das niedrigere Gewicht zu halten. Wird zu
wenig (Milch)fett aufgenommen, droht Osteoporose.
Exkurs: Warum Süßstoffe für eine Gewichtszunahme sorgen können, erfahren Sie hier.
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